Ja da schau her. Die Ausrüstungscacher, oder auch: "heimliche Elite des Cachens" (Zitat aus dem grünen Forum), haben sich in ihrem Metier es gerade gemütlich gemacht und bauen Barrieren auf und aus, um sich Nachrücker von der Pelle und aus der Statistik zu halten. Die Normausstattung eines T5 Cachers liegt aktuell problemlos im vierstelligen Euro-Bereich. Man sucht also seine Dosen und hat Routinen. Z.B. für normale Baumcaches bis 15m, auch als JAFT (Just another f#cking tree) bezeichet. Sie werden vermehrt als der Leitplankenmikro unter den T5ern und entsprechend reine Fleißaufgabe gesehen. Was nicht heisst, dass es keinen Spaß macht!
Dann gibt es da noch die Abenteuer, auf die man hinfiebert und völlig schmerzbefreit hunderte Kilometer fährt. Oft sind dies Örtlichkeiten, die nur wenig Publikum vertragen und mit entsprechenden Barrieren aller Art versehen werden. Hier sind alle Qualifikationen bewährter Rudel gefordert. Diese Abenteuer bleiben in Erinnerung und sind quasi "the reason why". Auf Stammtischen wird geraunt, "weißt Du noch..."
Stark vereinfacht ist dies der Status quo im Winter 2010. Übliche Verdächtige sind bekannt, die Top 50 im weltweiten Ranking kommen überwiegend aus Deutschland. Groundspeak widmet diesem Phänomen keine Aufmerksamkeit. Andere in Facebook und Co extrem beliebte und sinnvolle Möglichkeiten, wie z.B. einmal andere Cacher auf Fotos in den Logs zu markieren, fehlen schlicht. Allerdings experimentieren die Betreiber mit Mutationen wie Waymarking oder Wherigo. Partiell drängt sich dabei leider der
schale Beigeschmack auf, hier Möglichkeiten für kostenpflichtige Inhalte im Sinne der Apple Apps zu schaffen und dabei den User die Arbeit machen zu lassen.
Und ohne viel Aufsehen taucht dann von einem in der Region für Herausforderungen wie Mission Lima und Co bekannten Team das hier auf:
BI 29. Ein T5-Whereigo. Das an sich alleinn habe zumindest ich noch nie gesehen. Mein Gerät kann zwar Whereigo-Formate verarbeiten, gemacht habe ich das noch nie. Der eine oder andere hat das bislang mal probiert, aber über ein einmaliges Ausprobieren schien mir das nie hinauszugehen. Geschichtsverläufe mit Entscheidungen wie in einem Rollenspiel wurden abgebildet, so in die Richtung.
Nun aber ein Whereigo, der auf etwas ganz anderes abzielt: Zeitvorgaben, d.h. Geschwindigkeitsvorgaben auf einem durch Koordinaten vorgegeben Parcours!
Dies könnte das (T5-)Cachen vollkommen verändern. Es wird mehr und mehr zu einem nicht zuletzt durch die Bandbreite der Aufgaben sehr herausfordernden Sport. Zumindest aber gibt es Würze und ordentlich Schwung unter den üblichen Verdächtigen... und BI 29 ist ja faktisch der erste seiner Art... ich bin sehr gespannt... und die Diskussion im grünen Forum nimmt ganz langsam Fahrt auf.