Nun, so doll ist es noch nicht mit den Temperaturen aber vorhin beim Ausritt ging's einen Wirtschaftsweg herab, der sich gewaschen hatte. Ausgewaschen, besser gesagt. In Schrittgeschwindigkeit ging's 'erunner, den Körper hinter den Sattel gezogen, die Federgabel arbeitete wie wild. Das ist so ziemlich die steilste Stelle die ich kenne. Tief im Hinterlandwald. Schätze das man da 120 Höhenmeter auf 400 Meter "Weg" vernichtet. Am Ende musste ich durch einen etwas größeren Bach, den ich aus Furcht vor tückischen Schlammfallen dann doch mit etwas Schwung nahm. Die Vögel zwitscherten leise als bei meiner spritzigen Durchfahrt ein erschreckend lautes Zischen ertönte. Dicker Abtörn, ich dachte an einen fulminaten
Snakebite Schaden im Reifen, der die Luft so rapide entweichen ließ. Dem war aber nicht so - die
Scheibenbremsen waren
glühend heiß extrem heiß, so dass das Bachwasser zischend verdunstete. Als ich vorsichtig an die Disc tippte, blieb mein Lederhandschuh dran kleben und das Lochmuster in der Disc formte ein Muster ins Leder. Bin jetzt quasi von meiner eigenen Bremse
gebrandet gebrandmarkt. Beeindruckend, was da für eine Hitze aufgebaut wird. An meinem Fully, was ich selten fahre, habe ich die etwas überdimensionierte
Magura Louise, die ist massiver und führt die Hitze daher offenbar besser ab. Vllt. bin ich it dem Fully aber noch nie nach einer solchen Abfahrt durch ein Gewässer gedüst :) Das nette an den hydraulischen Discs ist nichts desto trotz, dass mit zunehmender Wärme die Bremsleistung erstmal bissiger wird. Ab rotglühend geht's dann aber rapide herab mit der Verzögerung ;)
Meine kurze Hose war trotz des Hitzegeflimmers im Wald vermutlich etwas
fehl am Platz verfrüht (das Bein quittiert es krampfhaft...), aber die ersten Kirschbäume im Rheingau blühen schon!
In Wiesbaden hat unsere Exekutive wieder ein paar Maden aus dem
Ghetto Schelmgraben geholt (
Lokalpresse [wie man sieht alles die üblichen Verdächtigen] und
Ziffer 1). Übermorgen werden sie bestimmt wieder ausgesetzt. Wie immer also. Wegsperren nützt in der Tat langfristig wenig und resozialisierbar ist das Pack ebensowenig. Wie ich hörte, ist Sibirien groß und viel Rasen wäre auch zu mähen. Die Transportkosten sind vermutlich günstiger als eine Woche deutsches 5 Sterne Gefängis. Wenn man die Polizeipresse übrigens kontinuierlich verfolgt (das mache ich) heisst es in einem fortwährenden Klagelied "südländisch, türkisch, Deutscher sonstiger Abstammung, arabisch wirkend". Es ist einfach ein Trauerspiel. Das schlimmste daran ist, dass das Ghetto am westlichen Stadtrand von Wiesbaden tendenziell an den Rheingau grenzt. Wo war noch schnell der Checkpoint mit der Schranke? Im Wachdienst bin ich ja ausgebildet. Damals in Kemel, da war die Welt echt noch in Ordnung. Deswegen grinst
Kamerad Meier an der Schranke auch so, hehe. Heute übrigens würde mir als Bewaffnung eine
P8 nicht mehr genügen. Wobei, ich entsinne mich noch als ich als KvD samt "Wache"-Armbinde und offen mitgeführter Handfeuerwaffe an einer öffentlichen Tankstelle tanken war, da hat der Führer des Kfz mit polnischen Kennzeichen hinter mir ausgesprochen ängstlich dreingeschaut. Leider hatte ich nur Befugnisse zur Kontrolle Angehöriger der Bundeswehr. Aber wenn uns die Maden auf der Nase tanzen, muss man mit der Zeit gehen und die Befugnisse eben anpassen. Power to the people, und so!
Friends, tell me I am crazy! (Punjabi MC - Giddehan Di Rani)