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Samstag, 20. Februar 2010
Premiere
Donnerstag, 4. Februar 2010
Schneeschmelze
Freitag, 27. November 2009
Das Lächeln im Gesicht
Ein Bild kommt in mein Kopf. Nach einem langen Marsch stehe ich auf dem Grat kurz vorm Nebelhorn, lange nachdem der letzte Lift mit Tagesgästen dort wieder herunterfuhr. Ganz alleine bin ich, soweit das Auge reicht. Es reicht weit. Still ist's und die Abendsonne wirft meinen Schatten an den noch warmen Fels. Ich lächle die Ölsardinen neben mir an.
Mittwoch, 26. August 2009
Ruhig aber ständig durchsteigen
Donnerstag, 7. Mai 2009
Premiere
1. Durch wen oder was bist du aufs Cachen aufmerksam geworden? Im Jahr 2000 ein Etrex gekauft, für viele Deutsche Mark für einen Zweck der sich als eher sinnlos erwies ;) Das Gerät lag also in der Ecke. 2003 aus einem Grund bei GC angemeldet, an den ich mich nicht mehr erinnere, aber da gab es noch nicht viele Dosen in Deutschland. 2006 dann nach einem Urlaub im Schwarzwald nach einem erwanderten "Gipfel" gegoogelt, und der erste Treffer deutete auf den Cache auf dem Braunhörnle. (Übrigens immerhin noch auf Platz 2)
2. Welcher war dein erster Cache, die #1? Ein 1-1er in den Weinbergen vor der Tür: Vineyard Graveyard
3. Wann hast du ihn gehoben und warst du alleine? Im ersten Anlauf alleine im Februar 2007. Erfolgreich mit dem richtigen Datumsformat (jaja) mit Freundin im Anlauf 2.
4. Hast du einen GPSr benutzt? Wenn Ja, welchen? Erste Generation Etrex (mit ohne H)
5. War es dein erster Cacheversuch und wie lange hast du zum Finden gebraucht? Ja das war der erste Versuch mit zwei Anläufen... Im zweiten Anlauf ging es flott ;)
6. Was verbindest du im Nachinein mit deinem ersten Cache? War es eine “gute Wahl”? Tolle Natur, ein klassischer Tradi unter Hasengrill mit großer Dose, was will man mehr (außer mehr Geländepunkte).
7. Zu guter Letzt: Wem wirfst du das Stöckchen als nächstes zu? Falls sich jemand berufen fühlt... ;)
Dienstag, 24. Februar 2009
T=-4
Heute vor einem Jahr war ich im tiefsten Polen. Mein Sevenload erinnert mich an das Schlagloch-Busfahren in Krakau (ab Fabryczna entlang der Cysterów auf die Mogilska, Statement bei 1:12 - Geeeil), samt Polen der versucht ein Fahrschein zu erwerben...
Dienstag, 3. Februar 2009
Das Ende
Nicht, ohne zuvor nochmal in der Mensa lecker (wirklich!
Bei der Immatrikulation am 26. Februar 2004 habe ich auch schon gebloggt...
PS: Einsatzbericht vom Großfeuer in Eltville bei wi112.de. Auf der Bundesstraße habe ich heute den Schlauch gesehen, den das Feuerwehrboot mit Wasser vollpumpte. Gamle Svensk! Ich habe noch nie einen solchen Schlauch (A-Druckleitung, leider nicht auf den Fotos) gesehen - da hätte ich durchkrabbeln können!
Freitag, 30. Januar 2009
Rede anlässlich der Graduierungsfeier
Sie, liebe Eltern, Geschwister, Freunde und Verwandte freue ich hier im altehrwürdigen Kloster Eberbach willkommen zu heißen. Und ich begrüße Euch, ich darf jetzt sagen: Euch ehemalige Kommilitonen!
Ich wurde gebeten, als Vertreter der Absolventen ein paar Worte an Sie zu richten. Ich bin im Rheingau aufgewachsen und so freue ich mich natürlich ganz besonders darüber, dies hier im ehrwürdigen Kloster Eberbach tun zu dürfen!
Viele von Ihnen werden das erste Mal hier im Kloster Eberbach sein. Es ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster und gilt als eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Hessens. Im Jahr 1136 wurde es gegründet und entwickelte sich schnell zu einem der bedeutendsten und größten Klöster Deutschlands. Bereits im 13. Jahrhundert lebten hier 100 Mönche und 200 Laienbrüder, also den Arbeitern des Klosters.
Die Mönche haben sich damals getraut, den längsten Schlafsaal für diese Laienbrüder zu bauen, den es in einer kirchlichen Einrichtung in Europa je gab. Das war ein unternehmerisches Risiko, und dank des damaligen Muts zur Investition können wir heute dieses Laiendormitorium für unsere Graduierungsfeier nutzen.
Sind wir hier nur Gast oder sind wir ein Teil dieser Geschichte? Hat dieser Ort eventuell mehr mit uns zu tun, als wir spontan vermuten?
Schauen Sie sich einmal um und lassen sie den Raum auf sich wirken.
Es ist klar, dass die Bauherren damals nicht damit rechnen konnten, dass wir hier unsere Graduierungsfeier halten. Es ist möglich geworden. Welche Veränderungsprozesse waren dafür notwendig?
Sie können entspannt bleiben, ich werde nicht versuchen, alle diese Fragen zu beantworten.
Aber wir stehen vor Fragen, die zu tun haben mit Risiko und Veränderung. Unser Handeln resultiert in Ergebnissen, die wir nicht alle vorhersagen und nicht immer überblicken können. Aus diesem Spannungsfeld greife ich drei Stichworte heraus, die mir im Rückblick auf das Studium und im Zusammenhang mit diesem Kloster einfallen.
Ein gutes Ergebnis bedarf zuvor der Kompetenz seitens der Produzenten. Die Mönche haben hier über Jahrhunderte die Kunst des Weinbaus weiterentwickelt und sie als ihre Kernkompetenz zur Schaffung des Wachstums der Gemeinschaft eingesetzt. Wie nachhaltig das Wirken der Zisterzienser war, kann man an der damals von ihnen angelegten Weinlage Steinberg erkennen, der hier gleich um die Ecke liegt. Die hessischen Staatsweingüter nutzen diese speziell ummauerte Toplage noch heute.
Auch die Mönche haben eines ihrer Produkte, den Wein, natürlich verkauft; auch, um das Kloster weiter auszubauen. Aber, nicht unbedingt jeder Tropfen wurde verkauft! Im Jahr 1525 existierte hier im Kloster ein Weinfass mit einem Volumen von nicht weniger als 71.000 Litern.
Zunächst denkt man bei solch riesigen Mengen an „Quantität statt Qualität“. Sehr geehrte Damen und Herren, an riesige Mengen dachten wir angesichts so manch klausurrelevanten Skripts!
Andererseits: Bedarf es manchmal einer gewissen Quantität, um insgesamt eine hohe Qualität im Endprodukt zu erreichen? Ein Winzermeister setzt einen guten Cuveé-Wein gezielt aus vielen Litern unterschiedlicher Weine zusammen. Das Zusammenführen von großen Mengen führt also nicht nur zu Quantität. Aus hochwertigen Mengen kann vielmehr ein ganz besonders guter Jahrgang mit einzigartigem Charakter entstehen. Diese ganz besondere FH Wiesbaden-Note zeichnet uns als „2009er“ aus und macht uns unverwechselbar.
Ora et labora, Bete und Arbeite, so lautete ein Credo der hier lebenden Mönche. Es war ein hartes, entbehrungsreiches Leben, welches die Mönche und Laienbrüder hier führten. Die Rahmenbedingungen heute sind anders, zum Glück. Aber: Arbeiten, um die Klausuren zu bestehen, um der Prüfungsordnung genüge zu tun, kurz: um das ganze Studium zu meistern – diese Last haben wir uns freiwillig, mit dem Glauben an die Sinnhaftigkeit, auferlegt. Dazu haben wir viel gearbeitet – und vielleicht auch das eine oder andere Mal gebetet. Mit „Beten“ meine ich dabei nicht unbedingt das Beten im kirchlichen Sinne, sondern auch das Bitten und das Hoffen, wenn wir mal in Klemme steckten vor einer schwierigen Prüfung, während einer Projektarbeit, zum Ende der Thesis...
Wir haben also viel getan und viel durchlebt, damit alles klappt. Dafür, dass wir unser Ziel erreichen, das Studium zu schaffen. Heute sind wir hier, weil wir es geschafft haben.
Erfolg bringt Veränderung mit sich. Die Expansion stellt beispielhaft eine solche Veränderung dar. Sie ist quasi unausweichliches Resultat des Erfolgs. Dieses Konzept der Expansion ist uns heute z.B. aus dem recht weltlichen Lebensmitteleinzelhandel hinlänglich bekannt. Die Filiation aber ist bereits seit vielen hundert Jahren ein wesentliches Kennzeichen der Führungsstruktur des Zisterzienserorderns. Die neu gegründeten Filialen, die Mönche nennen sie Tochterklöster, blieben ihrem Mutterkloster verbunden und konnten ihrerseits wieder Ausgangspunkt von Filialgründungen sein.
Wie stellt man nun sicher, dass die neuen „Töchter“ ebenso erfolgreich sind wie die „Mutter“? Die Mönche hatten ein einfaches und wirksames Prinzip: Wenn ein Kloster auf mehr als 60 Mönche angewachsen war, wurden 12 Mönche aus den eigenen Reihen ausgewählt und aufgefordert, fortzuziehen um anderswo ein neues Kloster zu gründen. Die Werte und das Wissen des Mutterklosters nahmen sie dabei mit.
Die Notwendigkeit, die ausgebildeten „Zuvielgewordenen“ zu Entsenden, ist demnach ein uraltes Erfolgsrezept.
Wie wird dies bei uns sein? Vielleicht werden auch wir in diesem Grundmuster unser Berufsleben führen, nämlich dass wir dann, wenn wir uns gut entwickelt haben, trotzdem weiterziehen müssen.
Derjenige kann gut weiterziehen, der mit voller Überzeugung danken kann.
Im Namen der Absolventinnen und Absolventen danke ich den Damen und Herren Professoren und Dozenten für ihre engagierte Lehre!
Dank gilt auch den vielen Personen, die im Hintergrund aktiv waren, um unser Studium zu ermöglichen, insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Dekanats, des Servicecenters, des Prüfungsamts, des Auslandsamts und der Bibliothek.
Jetzt folgen wir nicht der Genügsamkeit der Eberbacher Mönche sondern, dass wünsche ich uns und Ihnen, jetzt lassen wir es uns gut gehen. Lassen Sie uns gemeinsam Anstoßen auf das Erreichte und das vor uns Liegende. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Donnerstag, 1. Januar 2009
Das war 2008
Das Jahr startet mit der Wohnungssuche in Krakau, die sich etwas nervenaufreibend gestaltet. Die Auftaktveranstaltung des Marketingclubs, Nation Branding von Äthiopien, wird mich Ende des Jahres in Abwandlung als Projekt nochmal einholen. Meine titanverstärkte Hand wird als wiederhergestellt und funktionstüchtig eingestuft. In der FH muss ich ziemlich dafür kämpfen, dass mein Auslandssemester angerechnet wird. Zum Glück gibt es Unterstützer. Das SAP-Projekt des Vorjahres wird abgeschlossen, auch dies wird mich in Form meiner Thesis nochmal einholen. Ein Stipendium versorgt mich u.a. mit Zeitschrift-Abos, worüber ich mich freue. Klausurenrunde und Packen für Krakau zum Ende des Monats.
Februar
Ich verabschiede mich nach zwei guten Werkstudenten-Jahren von der Firma Jean Müller. Am 09. Februar verlege ich das HQ nach Krakow. Die Wohnung welche ich mit einem Kommilitonen teile, haben wir ungesehen gemietet und... Glück gehabt. Ruhig, neu, warm, sicher. In der Einführungswoche werde ich erstmal schön krank und sammele erste Erfahrungen mit dem polnischen Gesundheitssystem. Das flatterhafte WLAN der Nachbarn nervt beim Skypen mit der Heimat. Erste Erfahrungen mit polnischen Caches, die über eine andere Plattform laufen - es funktioniert :) Nach zehn Tagen in Polen speche ich zehn Zwei-Wort-Sätze wie "Prosze powtorzyc - Bitte wiederholen". Mangels Fernsehen gehen wir oft ins Kino, alle Filme laufen in der englischen Originalfassung. Nach und nach erkunde ich cachenderweise Krakau. Dass man in der Mensa Pfannekuchen bestellen kann, löst große Freude aus.
März
Das Studentenleben des Erasmussemesters ist im vollen Gange. Ich besuche Auschwitz, was sehr beeindruckend ist. Meine damalige Freundin besucht mich und so komme ich auch zu allerlei Sightseeing, was bislang an mir vorüber ging. Die Vorlesungen laufen, und ich lerne polnische Zahlen: dziesięć trzydzieści zloty - 10.30 Zloty. Ende März pfeift ein Schneesturm über Krakau. Natürlich wird weiter gecacht, u.a. der Krakauer Konfluenzpunkt besucht, worüber auch die Dosenfischer berichten.
April
Das Warten auf den Frühling wird mit vielen Laufrunden an der Weichsel verkürzt, ich werde mutiger und das happy caching wird auf das Umland ausgedehnt. Kann auch daran liegen, dass ich Mitte April alle Caches in Krakau geloggt habe. Mit dem ersten Frühlingswetter fahren wir über ein Wochenende nach Wrocław (Breslau). Dabei fange ich mir irgendwo eine ekelhafte Mittelohrentzündung ein. Mit Händen und Füßen kommuniziere ich mit der HNO-Arztin, bei der ich nach nur vier Tagen einen Termin bekommen habe. Die arbeitsintensivste Phase des Semesters fordert ihren Tribut, diverse Paper etc müssen verfasste werden. Im Ojcow Nationalpark kommt mit Ende des Monats tatsächlich das erste Grün zu Tage. Polen ist toll! Für eine Prüfungsleistung muss ich nach Wiesbaden fliegen, was ich mit einem kurzem Heimaturlaub verbinde.
Mai
Auf Heimaturlaub mache ich einen der besten Nachtcaches des Jahres. Zurück in Krakau geht die Arbeit weiter, Paper, Paper, Paper. Juwenalia ist das Studentenhighlight des Jahres und Krakau präsentiert sich überraschend liberal. Mit einer Kommilitonin dehne ich den Aktionsradius weiter aus und wir wandern hinauf auf den Turbacz, wo zufällig ein Cache liegt. Ich sehe das erste Mal die Gipfel der Hohen Tatra und verspüre Unruhe. Meine Eltern besuchen mich, wieder gibt es eine überdurchschnittliche Dosis Kultur und Sightseeing. Eine Fronleichnamsprozession wie in Krakau habe ich noch nie gesehen. Erste Hinweise auf die Zeit nach Krakau, der Betreuer meiner Thesis steht fest. Ende des Monats breche ich, mit einer gewissen Unsicherheit bezüglich der Restschneesituation, endlich auf zum Wandern in die Hohe Tatra. Das Wörterbuch ist dabei immer in der Tasche - ich genieße die erste Mehrtageshüttentour alleine in der grandiosen Natur.
Juni
Die Prüfungen beginnen. Jede freie Minute bin ich unterwegs zu unvergesslichen Touren, an die ukrainische Grenze in die Bieszczady und in die nördliche Tatra. Parallel läuft die Europameisterschaft, die für Deutsche in Krakau aber mit unschönen Einschränkungen behaftet ist. Mitte Juni steht die letzte Klausur an und im Anschluss geht es gleich wieder in die Tatra. Mein Versuch den höchsten Berg Polens über die Nordwestroute vom Morskie Oko zu bezwingen, muss ich trotz extra noch erworbener Eisaxt im hoffnungslos verschneit-vereisten-steinschlagbelasteten Aufstieg abbrechen. Bei grandiosen Wetter geht es auf andere Gipfel, so auch auf dem Kozi Wierch, den höchsten Berg Polens der vollständig in Polen steht, der über die Südseite gut machbar ist. Auf dem Gipfel lasse ich die Fahne im Wind flattern. Für mich das Foto des Jahres! Nach viel Bergluft heisst es Sachen packen; am 28.06. geht das Flugzeug zurück in den Rheingau. Bereits am 30.06. schreibe ich in vertrauter Umgebung meine erste Klausur an der Heimathochschule, wofür ich mich in den Bergen vorbereite habe.
Juli
Es ist, als wäre ich nie weg gewesen - ein faszierendes Gefühl. Die verbliebene Berglust aktiviert mich, eine Follow-Up-Runde in den schweizer Alpen zu planen. Die Klausuren in Deutschland sind vorbei, und aus Krakau erhalte ich meine Leistungsnachweise, der 1,0er Schnitt geht in Ordnung ;) Da in meiner Abwesenheit cachetechnisch im Heimatrevier einiges passiert ist, investiere ich eine Kletterausrüstung, das eine oder andere Ausrüstungsstück kommt von den Industrieklettereren. Der erste Abseilcache kann erfolgreich unter großer Adrenalinausschüttung geborgen werden. Gleichzeitig startet meine Master-Thesis über die Implementierung des Beschwerdemanagements in eine SAP Software. Mit "Räuberträume" logge ich einen Meilenstein in der deutschen Cachegeschichte und wenig später Cache Nr. 200. In Polen war ich mehr auf der polnischen Plattform aktiv, die nicht für die internationale Plattform "zählt". Unerwartet früh startet die Jobsuche mit der Einladung Googles nach Dublin. Thesis, T5-Caches im Wechsel bestimmen die Tage.
August
Der Monat startet mit dem Ausflügli in die Schweizer Berge, wo ich meinen ersten 3.000er ersteige. Grandios. Spätestens beim Betrachten der Föteli reift die Feststellung, nach dem Studium näher an die Berge zu ziehen. Tagesgeschäft Thesis - und unvergessliche, total abgefahrene T5-Caches. Langsam beginne ich wieder mit dem Rennradfahren, vor Abfahrten habe ich zunächst einen Mordsrespekt und kontrolliere den Reifendruck sehr oft, die Hand schmerzt anfangs noch etwas.
September
Ich schlage das Angebot von Google aus. Dublin ist zu weit weg von den Bergen und auch sonst eher uninteressant. Tagesgeschäft weiterhin Thesis und unvergessliche, total abgefahrene T5-Caches. Endlich geht es wieder in die Berge entlang des Heilbronner Höhenwegs und angrenzende Gipfel. Absolut beeindruckend. Die Thesis hat ansonsten Schlußspurtpriorität.
Oktober
Abgabe der Thesis, fristgerecht. Die Last von den Schultern wird munter weiter gecacht was das Zeug hält, Cache Nr. 300 fällt in Berlin auf dem Rückweg von einem Bewerbungstermin in Stralsund. Die Vorlesungen des zehnten und letzten Semesters beginnen.
November
Auch dieser Monat steht im Zeichen des Cachens. Eine Kommilitonin aus Krakau besucht uns im Rheingau. Neue Klettertechniken werden bei Cache Nr. 350 ausprobiert, wozu ich nochmal nach Berlin fahre, um eine Rechnung des letzten Stop-overs zu begleichen. Völlig unerwartet überraschen uns die Cacher von der anderen Seite des Rheins, "die Eeebschen" genannt, mit einer wohl beispiellosen Serie "D-Day", was die Zahl der Caches im Rheingau gefühlt verdoppelt. Tagelang herrscht große Aktivität hüben wie drüben des Rheins. Es ist klar, die Rheingauer Cacher müssen zurückschlagen. Bei konspirativen Treffen konstituiert sich das "Rheingauer Friedenskorps" und konzipiert eine Antwortserie, die Ende des Monats nach guter Vorbereitung freigeschaltet wird.
Dezember
Die Eeebschen signalisieren Bereitschaft, den Friedensverhandlungen beizuwohnen, welche für Anfang Januar vereinbart werden. Die Adventsmission des Friedenskorps war erfolgreich! Parallel läuft die Jobsuche auf Hochtouren, ein Angebot von Bertelsmann schlage ich ebenfalls aus, und entscheide mich vollkommen überzeugt für ein Industrieunternehmen bei Ulm. Inhaltlich höchstattraktiv, und beim Bewerbungsgespräch habe ich die Gipfel der Alpen aus dem Bürofenster gesehen! Die Vorlesungen und ein Praxisprojekt laufen problemlos, werden wie immer vor Weihnachten aber besonders arbeitsintensiv. Marktforschung spielt dabei ein große Rolle. Cache Nummer 400 fällt in einer kalten Winternacht tief im Untertaunus. Weihnachten verbringe ich völlig entspannt im Kreise der Familie. Ich beginne mich auf die mündlichen Abschlussprüfungen vorzubereiten. Nach diesem leicht verrückten Jahr im Zeichen des Cachens ist klar, was ich an Silvester mache ;)
Gut
Familie geht's gut
Viel dazugelernt
Auslandssemester
Zielgerade Studium
Lust auf den Berufseinstieg
Vertrag in der Tasche
Lust auf eine neues HQ
Gipfel gestürmt
Fahne hochgehalten
Schlecht
Knochen werden alt
Laufsportverbot
Unklar
Jung und wieder ungebunden
Dosensuchesucht
Weil es so schön war, Geocachingzahlen 2008 als Summe (Vorjahrwerte in Klammern)
Anzahl gefundene Caches: 455 (145)
Funde meines Tradis am Steinberg: 93 (38)
Eigene Caches (inkl. Teamwork-Caches): 11 (3)
Meter über Null meines höchsten gefundenen Caches: 2651m (2197m)
Höchster Baumcache: 25,90 Meter (-)
Länder: 6 (3)
Mein Bild des Jahres: Fahne hochhalten auf dem Kozie Wierch (?)
Das wird 2009: Berufseinstieg
Samstag, 19. April 2008
Zukunft der Oberstufengymnasien
Welch Nachteil ich gehabt hätte, wenn ich am kleinen Eltviller Gymnasium hätte bleiben müssen. Im Nachgang bin ich sicher, dass dies sicherlich eine Einschränkung meiner Entwicklung gewesen wäre - ob ich meine LKs in der Kombi hätten wählen können? Und Latein im Abi machen können? Und Mitschüler aus dem ganzen Kreis kennengelernt hätte? Wer weiß!
So finde ich es sehr schade, das solche starke, durch tausende qualifizierte Absolventen bestätigte Konzepte kaputt gemacht werden!
Dienstag, 26. Februar 2008
Laufleistung
Derweil warte ich immer noch auf über die Hälfte meiner Noten aus der Klausurenrunde Ende Januar. Die Nachschreibetermine sind paradoxerweise schon online - im (wohl unwahrscheinlichen) Fall, dass ich etwas nachschreiben muss, müsste ich langsam aber sicher die Flüge buchen, wenn ich nicht mein komplettes Stipendium für eine Buchung wenige Tage vor dem Termin auf den Kopf hauen will. Ich will gar nicht nachfragen, woran es wieder hängt, bestimmt ist
Mittwoch, 20. Februar 2008
Fahrt aufnehmen
Heute sind keine Lectures, ich habe den Eindruck der Studienbetrieb nimmt erst langsam Fahrt auf. Zeit also, nun endlich den ersten Cache in Polen zu heben! Made my day (neulich): Als ich die polnische SIM-Karte einpflanzte fiel mir auf, wie lange ich schon E-Plus Kunde bin...
Donnerstag, 7. Februar 2008
Zwei Tage
Damit geht eine wirklich sehr spannende Zeit in einem traditionsreichen, größeren Mittelständler zu Ende, bei der ich auf vielen Ebenen richtig mitwirken konnte. Viel Spaß, auch außerhalb der Firma, hatte ich mit den Kollegen. Und, dass ist mit Sicherheit in der Region einmalig, wir hatten sogar eine Geocaching-Betriebssportgruppe mit immerhin drei Aktiven ;) Immer wieder beeindruckend war es, wenn ich durch Produktion, Fertigung und Hochregallager gehen konnte. Pressen, stanzen, bohren - dort sieht, hört und riecht man die Wertschöpfung intensiv!
Ein Ergebnis meiner Arbeit ist auch das neue, einheitliche Corporate Design, so freute ich mich ganz besonders, dass pünktlich zu meinem Abschied die Fahnenmasten am Haupttor zum Vorderboden gesetzt wurden und die Fahnen im Wind wehten :) Bald geht noch die neue Website online, aber das werde ich dann aus Polen beobachten... Nachdem ich meinen Platz geräumt hatte, stach ich mich zum letzten Mal aus, gab den Zeiterfassungs-Chip in der Personalabteilung ab, setzte mich ins
Mittwoch, 9. Januar 2008
Schrankengedanken
Auf der sehr alten Linde hier vor'm HQ sitzt eine Eule unsichtbar im Dunkeln und klagt in stetem Rhythmus ihr weit hörbares Puhhh.......Puhhhh. An meinem Elternhaus haben wir standorttreue, den Nachbarn gegenüber entspannte Eulen der gleichen Puhh...Puhhh...Gattung! Das
Dienstag, 1. Januar 2008
Das war 2007
Das Jahr startet mit einer Vollgas-Klausurenrundenvorbereitung. Ich verfasse eine Hausarbeit zum Thema „Suchmaschinenmarketing für Industriegüterunternehmen“. Am Freitag, den 19.01. höre ich die letzte Vorlesung meines Bachelor-Studiums „International Economics IIb“. Im Mainzer Hyatt Regency besuche ich mit dem Neujahrsempfang die erste Veranstaltung des Marketingclubs Mainz-Wiesbaden, in den ich zum Jahreswechsel eingetreten bin. Mit dem Start der Klausurenrunde (neun Klausuren in zehn Tagen) erhalte ich die Note meiner Bachelor-Thesis; mit einer 1,3 gelange ich unter die vier besten der 42 Arbeiten. Zum Klausurstress muss mein Auto wg. einer eingefrorenen Ölpumpe samt anschließenden Ölverlust in die Werkstatt, ich bekomme zum Glück ein Ersatzwagen.
Februar
05. Februar, 17 Uhr: Letzte Klausur, Prost! Eine einmalige 0,7 in der Unternehmensplanungs-Klausur versüßt die Runde :) Am Tag der Graduierungsfeier im Wiesbadener Kurhaus, wo ich noch eine Auszeichung als bester Absolvent des Semesters erhalte, flattert auch der Zulassungsbescheid zum Master-Studium ins Haus. Am 17. Februar hebe ich in Oestricher Gemarkung meinen allerersten Geocache – im Laufe des Jahres wird mich dieses Hobby restlos begeistern und zu weiteren 144 Caches führen. Die Semesterferien verbringe ich wg. diverser umfangreicher Projekte – zum Verdruss meiner Freundin – weitgehend auf Arbeit.
März
Die erste mehrstündige Geocaching-Runde führt mich auf die westlichen, noch winterlichen Ausläufer des Feldberges. Bei meiner Oma wird eingebrochen, während sie bei uns zu Beusch weilt. Weitere Caches, u.a. ein erster Höhlencache, füllen neben der Arbeit die Semesterferien vollständig aus.
April
Am 02. April startet mein konsekutives Zweitstudium: Master of Arts in Sales and Marketing mit einer Electronic Business-Vorlesung zum Thema „Datenmodellierung, Datenkonstruktion und -retrieval“. Das Semester (1. und 2. Semester besuchen die A-Kurse gemeinsam, also faktisch zwei Semester) umfasst 29 Studierende, davon 19 weiblich. In der Firma wird das von mir mitentwickelte Corporate Design implementiert. Der Sommer hält bereits im April eindrucksvoll Einzug, was viel Aktivität an frischer Luft, insbesondere MTB-basiertes Geocachen, mit sich bringt. Meine Laufschuhe pimpe ich mit auf mein Laufverhalten angepassten Sporteinlagen – auf das meine Knie noch lange mitmachen.
Mai
Das Studium läuft auf Hochtouren, spannende Vorträge inklusive. Zwischendrin cache ich bei sommerlichen Temperaturen fleißig weiter, Ende Mai verstecke ich meinen ersten eigenen Cache im Steinberg, einem besonderen Weinberg im Rheingau. Der Erstfinder kommt gleich in der ersten Nacht! In Marktforschung arbeiten wir mit dem Handelspanel von AC Nielsen, was interessante Einblicke liefert, was so alles erfasst wird, wenn wir einkaufen gehen.
Juni
Ein Besuch bei der Frankfurter Werbeagentur Ogilvy läutet den Juni ein. Die ausgeblichene Deutschlandfahne auf dem Balkon wird durch eine neue ersetzt. Mit meiner Freundin besuche ich meine Schwester in Heidelberg, die an ihrer Uni ein Theaterstück aufführt. Nach einiger Vorbereitung trete ich beim Red Pulse Marathon an, meine Radrennpremiere. Nach 58 km auf unbefestigten Wegen mit 1350 Höhenmetern und 3:15 Stunden erreiche ich erschöpft, aber zufrieden die Ziellinie. In der Gesamtwertung mit knapp 1.000 Startern erreiche ich Platz 163, in meiner Alterklasse Platz 19. Die erste Klausurenrunde im Master startet, ich bin gut vorbereitet.
Juli
Mein zweiter Cache, der in einigen Stationen rund um die höchste Erhebung des Rheingaus – die kalte Herberge – führt, wird aktiviert. Den 07.07.07 verbringe ich wie wohl viele andere auf einer Hochzeit. Das Ende der Klausurenrunde wird mit Grillen und Cachen gefeiert: Eins der Cachehighlights des Jahres führt mich mit vier weiteren Cachern tief ins Wispertal und alte Schieferstollen. Mit Beginn der Semesterferien startet ein halbjähriges spannendes Projekt mit dem deutschen Softwareprimus SAP, welches als unangenehmen Nebeneffekt das Pendeln zwischen Rheingau und Walldorf mit sich bringt. Ende Juli nehme ich mir eine Woche frei und verbringe einen traumhaften Wanderurlaub im Karwendel- und Wettersteingebirge mit viel Sonne, Höhenmetern – und natürlich Caches. Zurück versuche ich mich im Klettergarten auf dem Neroberg, der mir meine Grenzen zeigt.
August
Neben der Arbeit wird auch in diesem Monat fleißig in jeder freien Minute alleine und im Team gecacht, erstmals auch bei Nacht. Ende des Monats fliege ich mit meiner Freundin nach Bulgarien, der Sonne hinterher ans schwarze Meer.
September
Zurück aus einem schönen Urlaub in einem weniger schönen Land (und meinem 100. Cache!) geht’s gleich weiter nach Krakau, wo ich mit einem Kommilitonen die Lage für ein geplantes Auslandssemester sondiere. Krakau präsentiert sich als herausgeputzte alte Stadt und gefällt wie die Uni auf Anhieb. Die Ernte wird eingebracht, der größten Kürbis seit langem ergibt viele Liter Suppe. Unserem Nachbar helfen wir beim Hausbau und reißen an einem Wochenende ein komplettes ausgebautes Dachgeschoss ab – weite Teile Oestrichs versinken im Staub.
Oktober
Auch im Oktober wird fleißig gecacht, vermehrt wage ich mich von Schwierigkeit und Terrain her an herausfordernde Caches dies- und jenseits des Rheins, was auch bedeutet, mit Misserfolgen klarzukommen. Auf dem Rückweg einer 70 km Cachetour auf dem MTB stürze ich im Wald schwer. Helm, Brille und Kleidung werden zerstört, das Cacherad schwer lädiert. Auch ich durchlaufe in Folge nicht weniger als drei Krankenhäuser und zwei Arztpraxen (wovon der plastische Gesichtschirurg eine echt neue Erfahrung war...), nach einer Vollnarkose-OP und stationärem Krankenhausaufenthalt werde mich mit einer Schraube in der linken Hand entlassen. Der dritte verordnete Gips bleibt sechs Wochen mein nerviger Begleiter. Gerade noch rechtzeitig zum zweiten Mastersemester werde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Das Gips-Handicap hält mich natürlich nicht vom Cachen ab, auch die Bombenstimmung beim Winkler Oktoberfest kann ich unterstützen :)
November
Das Semester sowie diverse Projekte plus Arbeit und Cachen sorgen wieder für volle Auslastung. Der Begriff „Master-Arroganz“ entsteht und erfährt meinerseits volles Commitment :) Zusammen mit zwei befreundeten Cachern veranstalten wir ein Event, bei dem über 40 Cacher zusammenkommen. Aus diesem Anlass erarbeiten wir zudem unseren ersten eigenen Nachtcache, der mit vielen dutzend Reflektoren durch den Eltviller Stadtwald führt. Aufgrund der Arbeitsbelastung und der dunklen Jahreszeit findet das Cachen nur noch im Dunkeln statt, für entsprechende Erleuchtung erwerbe ich neueste LED-Technologie. Der Gips kommt endlich ab und meine Hand wird wieder an die harte Realität herangeführt.
Dezember
Ein weiteres arbeitsintensives FH-Projekt findet mit der Präsentation der Ergebnisse beim Auftraggeber seinen Abschluss. Weitere, teilweise sehr aufwendige Caches werden im Dunkeln gesucht und meist gefunden. Das herannahende Auslandssemester, welches wir als Masterstudierende erstmalig antreten, bedeutet allerhand Arbeitsaufwand, insbesondere um die hochschulseitigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Ein Steinschlag resultiert in einer neuen Frontscheibe, ich schreibe eine Hausarbeit zum Thema „Customer Relationship Management in Industriegüterunternehmen – Umsetzung des Kampagnenmanagements mit NetSuite 2007.1 am Beispiel der ... GmbH“. Der Letter of Acceptance von der Wirtschaftsuni in Krakau sichert uns einen Studienplatz ab Februar des nächsten Jahres zu. Unser Internetzugang streikt nach einem Upgrade der Bandbreite, da die Telekom das neue Modem nicht liefert. Weihnachten erfolgt im Kreise der Familie, die Klausurvorbereitung beginnt parallel. Silvester verbringe entspannt ich bei Freunden in Hofheim.
Gut
Familie geht’s gut
Meine Freundin gibt mir Kraft
Viel Bewegung an der frischen Luft
Studium macht Spaß und läuft sehr gut
Arbeit in Firma macht Sinn und bringt mir viel
Umstieg auf Erdinger Alkoholfrei
Unklar
Geocaching dominiert die Freizeit
Schlecht
Gerade im zweiten Halbjahr liegt die Arbeitsbelastung im Grenzbereich
Deutlich vierstellige Ausgaben im Kaltgetränkebereich
Abschließender Sound:
Unentschieden zwischen Rammstein „Mutter“ und „Rosenrot“-Album sowie dem Rautemusik Club-Stream
Das wird 2008:
Zielgerade
Und weil es so schön war - Geocaching-Zahlen 2007:
Anzahl gefundene Caches: 145
Anzahl gesuchte und nicht gefundene Caches: 20
Anzahl noch nicht gesuchter Caches in Deutschland: größer 27.000
Funde meines Traditonals am Steinberg: 38
Funde meines Multis auf der kalten Herberge: 17
Funde unseres Nachtcaches in der Rausch: 33 (seit November!)
Anzahl an Kilometern, die mein Travelbug „500 Volts“ zurückgelegt hat: 9379
Meter über Null meines höchsten gefundenen Caches: 2197
Meter bis zur Erdoberfläche meines tiefsten gefundenen Caches: 25











