Kleine Tagestour an den Bodensee, 21 Dosen, davon fünf T5er als Auslöser, ansonsten meist Statistikcaches mit immerhin zwei - drei Perlen wie diesem
Mammutbaum. Wenn ich vorher das etwas geplant hätte, wären sämtliche Telefonzellen-, Spielplatz- und "Gemetzel zwischen Anwohner und Owner"-Caches im Vorfeld aussortiert worden. So war die Quote in der Stadt teilweise recht schlecht, mehrfach zwei, drei Dosen in Folge habe ich nach kurzer Sichtung gleich wieder verworfen. Da verbringe ich lieber Stunden damit, Wurfleinen aus dem Unterholz zu entflechten ;) Keine einzige Dose der heutigen Runde kam übrigens über einen kleinen Small hinaus...
Auch außerhalb nicht nur Sonnenschein: Gerade die ruralen T5 Caches glänzten nicht gerade mit Parkplatzkoordinaten. Für Ortsfremde wie mich war dies auch als
Dosenjunkie ambitionierter Outdoorsportler keineswegs trivial. Sicher haben wir jedem Navischnickschnack, jedoch haben die auch Grenzen (insbesondere wenn man feststellt dass die Dose hinter der Grenze liegt und die hochauflösende Topo im Handgerät schlagartig auf Basiskarte springt ;)). Dennoch liegt der Fokus auf der Suche nach der Dose und nicht einem Parkplatz in vollkommen unbekannten Terrain. Gerade gestern war die Dose 400 Meter weg von der naheliegensten halbwegs legal befahren Straße und auf der Karte sah das machbar aus. Leider lag eine Schlucht dazwischen, die ich selbst mit meinem ganzen Geraffel nicht hätte queren können. Also, erste Ownerpflicht: Den aus seiner Sicht passenden Parkplatz als Waypoint ins Listing packen - danke!
Urbanes Cachen ist nicht ganz meins, das stelle ich immer wieder fest. Insbesondere weil mich Murphy dann konsequent begleitet und ich immer entnervter werde. Einsame Ecke am See, ich komme um die Ecke, sitzt die Kindergartengruppe da. Altes Industriegebiet, genau vor dem Objekt der Begierde werkeln drei Straßenarbeiter. Bankreihe am verlassenen Aussichtspunkt, und auf welcher der sechs Bänke ist das Renterehepaar festgewachsen? Ich war in Lindau aus Effizienzgründen der Umwelt zuliebe mit dem Rad unterwegs, und ignorierte Passanten konsequent. Das geht auch, wenn man gerade mit abenteuerlichen Konstruktionen auf eine Litfasssäule klettert. Fragen muss man ja erst beantworten, wenn man wieder unten ist, und dann hat man keine Zeit ;)
Genug gejammert - Lindau ist gerade bei bestem Herbstwetter ein tolles Ausflugsziel vor grandioser Kulisse. Die Kulisse habe ich auf österreichischer Seite auch mal von etwas weiter oben genossen...